Vor einigen Wochen begann ich jeden Tag ein Bild des Himmels zu machen. Nach wenigen Aufnahmen und der Einsicht, dass eine Wand meines Zimmers gähnend leer ist, tauschte ich mein Handy gegen eine Polaroidkamera und hängte die fertigen Polaroids Tag für Tag an die besagte Wand. Irgendwann wurde das Fotografieren des Himmels zu einem Ritual, das ich spätestens immer dann vermisste, wenn es keine Polaroidfilme mehr zum nachlegen gab.
Okay,es hört sich zuerst wirklich lahm an, da die Idee so simpel ist. Dennoch ist das Ergebnis wunderschön. Am schönsten sind die Entwicklungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede die sichtbar sind, wenn man die Bilder einer Woche oder einem Monat nebeneinander hält.
So insgesamt haben die meisten Bilder einen Blaueinschlag, was sicher an den Sommermonaten liegt. Blau bringt in ziemlich jeden Raum etwas Ruhe und Tiefe, so auch in meinen. Mir gefällt die Sammlung jetzt schon sehr, vorallem weil jedes Bild einen Moment eingefangen hat. Da ich manchmal einen dezenten Hang zu Nostalgie habe, sind alle Bilder mit Datum und Uhrzeit beschriftet.
Wenn wir unsere Augen öffnen, können wir erkennen, dass so viel entfaltete Schönheit vor uns liegt, ohne dass wir unbedingt danach suchen müssen. Es ist seltsam dass es nicht so leicht fällt wie es sich anhört. Ich denke, dass Projekte dieser Art helfen, die kleinen Momente, die zusammen oder auch im Rückblick bedeutsam sind, mehr zu schätzen. Außerdem macht es überraschend viel Spaß. Nach einer Weile kann sogar das unangenehme Geräusch der Kamera ignoriert werden, wenn sie druckt.
Ich fotografiere mit der Fujifilm Instax mini 8 in gelb. Bis auf die Farbe ist sie äußerst empfehlenswert, doch ich bin mir sicher, dass jede andere Polaroidkamera genauso passen könnte.
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